Mit fünfzehn hatte Danny mir versprochen, mir zu meinem sechzigsten Geburtstag sechzig Sonnenblumen zu schenken. Damals waren wir unzertrennlich. Wir waren drei Häuser voneinander entfernt aufgewachsen und hatten uns ineinander verliebt, noch bevor wir überhaupt verstanden, was das bedeutete.
Eines Sommers, vor einem Blumenstand, sagte ich scherzhaft zu ihm, dass ich mit sechzig wahrscheinlich eine alte Frau sein würde, der niemand mehr Blumen kaufen würde.
Danny antwortete sofort:
— Dann bringe ich dir sechzig Sonnenblumen. Eine für jedes Jahr.
Ich hätte nie gedacht, dass mich dieses Versprechen mein ganzes Leben lang begleiten würde.
Einige Jahre später, als wir noch von der Universität, einer Hochzeit und einem kleinen Haus träumten, brach während eines Nachbarschaftsfestes ein schrecklicher Brand aus, der durch Feuerwerkskörper verursacht worden war. Danny kam nie wieder heraus.
Schließlich heiratete ich einen anderen Mann und wir bekamen zwei wundervolle Kinder. Aber meine Ehe war alles andere als glücklich. Nach Jahren voller Untreue und Vergebung ließ ich mich schließlich mit siebenundfünfzig scheiden.
Als mein sechzigster Geburtstag kam, wünschte ich mir nur ein ruhiges Abendessen mit meinen Kindern.
Doch am Morgen erstarrte ich 😮😮, als ich meine Tür öffnete. Meine Veranda war vollständig mit Sonnenblumen bedeckt.
Ich zählte sie, es waren genau sechzig.😮
Hinter den Blumen stand eine alte Holzkiste, die mit einem verblassten gelben Band befestigt war. Darin lag nur eine Notiz.
Meine Hände zitterten, als ich sie entfaltete. Schon bei der ersten Zeile traten mir Tränen in die Augen.
Ich hatte keine Zeit, den Rest zu lesen.
Klopf. Klopf. Klopf. 😮 Drei langsame Schläge hallten an meiner Tür wider. Ich hob den Blick, mein Herz schlug heftig, jemand war da.😮
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Ich stand langsam auf und öffnete die Tür. Auf der Schwelle stand ein älterer Mann, den ich nicht kannte. In seinen Händen hielt er ein altes Foto von Danny und mir, aufgenommen, als wir fünfzehn waren, vor demselben Blumenstand.
— Sie sind Claire, nicht wahr? fragte er mit zitternder Stimme.
Ich nickte.
— Ich heiße Thomas. Ich war Dannys bester Freund.
Mein Herz zog sich zusammen.
Er reichte mir einen zweiten Brief.
— Danny hatte ihn mir einige Tage vor dem Brand anvertraut. Er bat mich, ihn Ihnen an Ihrem sechzigsten Geburtstag zu übergeben, ganz gleich, was passiert.
Ich faltete das Blatt auseinander.
„Wenn du diesen Brief liest, bedeutet das, dass ich mein Versprechen nicht selbst halten konnte. Aber ich möchte, dass du eines weißt: Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben. Ich schicke dir diese sechzig Sonnenblumen, um dich daran zu erinnern, dass manche Versprechen die Zeit überdauern. Lebe, lache, liebe wieder. Lass niemals meine Abwesenheit deine Jahre stehlen.“
Ich brach in Tränen aus.
Thomas lächelte traurig.
— Danny hatte auch Geld für diese Blumen gespart. Er bat mich, jedes Jahr etwas dazuzulegen, falls es nötig wäre.
Ich sah die Sonnenblumen an und dann zum Himmel. Zum ersten Mal seit fünfundvierzig Jahren lächelte ich. Danny hatte sein Versprechen gehalten.
Und an diesem Tag beschloss ich, meines zu halten: endlich wieder in vollen Zügen zu leben.









