An unserem Hochzeitstag tauchte plötzlich ein mit einer Schleife geschmückter Sarg auf.
Ich werde diesen Moment niemals vergessen. Es sollte der schönste Tag unseres Lebens werden.
Alles war perfekt organisiert. Das Kleid, die Zeremonie im Freien, die hängenden Blumen, das Lachen, die Freudentränen. Die Sonne tauchte die Gäste in sanftes Licht, und mein Herz pochte heftig, während ich zum Altar schritt.
Mein zukünftiger Ehemann wartete auf mich, bewegt, mit glänzenden Augen.
Dann, mitten in dieser idyllischen Szene, geschah das Undenkbare.
Ein Geräusch von Rädern auf dem Kies unterbrach die Musik. Alle Blicke richteten sich auf den Pfad, der zur Lichtung führte. Ein Mann ganz in Schwarz, den niemand zu kennen schien, schob einen langen Wagen… auf dem ein Sarg lag. 😯
Ein heller Holzsarg, fein lackiert, mit einer großen weißen Schleife, die perfekt auf dem Deckel befestigt war.
Ein Murmeln der Ungläubigkeit ging durch die Menge. Einige standen auf, andere lachten nervös, in dem Glauben, es sei ein geschmackloser Scherz. Doch der Mann sagte nichts. Er ging langsam, unaufhaltsam, mit starrem Blick, als wäre er auf einer Mission.
„Ich war schockiert, als ich erfuhr, von wem er kam und warum er geschickt wurde.“ 😯
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Er blieb direkt vor dem Altar stehen, zwischen uns beiden. Mein Verlobter versuchte, etwas zu sagen, doch seine Stimme versagte.
Ich zitterte, wie erstarrt, unfähig, meinen Blick von dem Sarg abzuwenden.
Dann zog der Mann einen weißen Umschlag hervor, den er mir reichte. Auf der Vorderseite stand mein Name, handgeschrieben — in einer Handschrift, die ich kannte.
Die meiner Schwester. Meiner Schwester, die seit drei Jahren verschwunden war.
Mit zitternden Händen öffnete ich den Brief. Die Worte waren einfach:
„Dies ist dein Tag, aber vergiss niemals den, den du verraten hast.“
Mein Herz brach in sich zusammen. Der Sarg… war eine Metapher. Oder eine Drohung. Oder vielleicht etwas noch Schlimmeres.
Ich weiß nicht mehr, wie die Zeremonie endete. Ich weiß nur, dass der Sarg fortgebracht wurde, dass der Mann verschwand und dass seit jenem Tag ein Schatten auf meiner Hochzeit liegt.
Was ein Versprechen des Glücks sein sollte, wurde zu einem Rätsel, das ich nicht lösen kann.
Und manchmal, in meinen Albträumen, sehe ich, wie sich die weiße Schleife langsam löst…
…als wolle etwas im Inneren herauskommen.










